Entdeckung

des Wertvollen

Die Gemeinschaft von Herzogenburg

Nach der Aufhebung des Stiftes Dürnstein durch Kaiser Joseph II. übernahm das Stift Herzogenburg die Verantwortung für die Pfarre und das Gebäude. Das ist bis heute so geblieben: Tourismus und wirtschaftliche Belange werden gemeinsam betreut und mit H. Hugo de Vlaminck ist ein Augustiner-Chorherr des Stiftes Herzogenburg Pfarrer von Dürnstein und Loiben.

Propst, Abt, Herr, Pater, …?

Die Augustiner-Chorherren sind keine Mönche sondern „Regularkanoniker“. Das hat einerseits damit zu tun, dass sie eine Priestergemeinschaft sind, die gegenüber einer Mönchsgemeinschaft mit vielen Laienbrüdern privilegiert war. Zum anderen wird hier die Verwandtschaft der Chorherren mit den Domherren sichtbar. Die korrekte Anrede für die Mitbrüder ist daher auch nicht „Pater“ oder „Bruder“ sondern „Herr“. Die „Stiftsherren“ widmen sich in ihrer primären Aufgabe dem seelsorglichen Dienst nach außen, während ein Mönchskloster versucht, einen mehr oder weniger abgeschlossenen Lebensraum zu bilden. Die bei den Augustiner-Chorherren von Herzogenburg verwendete Ordensabkürzung, die häufig dem Namen nachgestellt wird, lautet „Can. Reg.“ – ausgeschrieben „Canonicus Regularis“.

Das Stift Herzogenburg heute

Die Augustiner-Chorherren von Herzogenburg bemühen sich, dem augustinischen Ideal zu folgen. Das gemeinsame Leben ist ein Weg, unseren Dienst als Priester und Ordensleute für die Kirche besser erfüllen zu können.

In den meisten Abschnitten ihrer Geschichte hatte die Gemeinschaft von Herzogenburg zwischen 15 und 20 Mitglieder. In diesem Rahmen bewegen wir uns auch heute.

Besuchen Sie auch die Homepage des Stiftes Herzogenburg:
www.stift-herzogenburg.at

Eine Klostergemeinschaft lebt von ihrer Durchmischung: Es braucht den Esprit der jungen Mitbruder und die Gelassenheit der Älteren. Es gilt, aus verschiedenen Herkunftsländern und unterschiedlichen spirituellen Prägungen eine Gemeinschaft zu formen. Das Gebet, die aufgetragene Arbeit und das Leben im Stift wollen im rechten Verhältnis zueinander stehen. Die Gemeinschaft der Chorherren von Herzogenburg stellt sich mit über 900jähriger Erfahrung täglich diesen Ansprüchen.

Geleitet wird das Stift Herzogenburg von Propst MMag. Petrus Stockinger, der dieses Amt seit dem 9. April 2019 ausübt. Auch alle anderen Chorherren übernehmen neben ihren pfarrlichen Tätigkeiten Verantwortung im Haus und sind für die verschiedensten Bereiche, wie Liturgie, Bibliothek, Archiv, Tourismus und viele weitere, zuständig.

Augustiner-Chorherren in Österreich und Weltweit

Heute gehört das Stift Herzogenburg gemeinsam mit fünf weiteren Stiften zur „Kongregation der Österreichischen Augustiner-Chorherren“. Diese Stifte sind allesamt vom Diözesanbischof unabhängig, die Pröpste tragen als Zeichen ihrer Verantwortung Mitra und Stab.

Zur Österreichischen Kongregation der Augustiner-Chorherren gehören:

Die einzelnen Stifte der Augustiner-Chorherren waren lange Zeit dem Diözesanbischof unterstellt und nicht zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen. Erst am Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte ein Zusammenschluss zunächst auf nationaler Ebene und dann in weiterer Folge auch weltweit. Dieser sollte jedoch die Eigenständigkeit der einzelnen Stift nicht aufheben, sodass die gesamte Organisation stark föderalistisch geprägt ist. Eine wesentliche Aufgabe des weltweiten Zusammenschlusses ist heute die Repräsentation der Augustiner-Chorherren in Rom.

Zur „Konföderation der Augustiner-Chorherren“ gehören derzeit unter anderem folgende Kongregationen:

  • Augustiner-Chorherren der österreichischen Kongregation
  • Lateranensische Chorherren vom heiligsten Erlöser
  • Brüder vom gemeinsamen Leben
  • Windesheimer Kongregation
  • Congrégation des Chanoines du Grand-Saint-Bernard
  • Kongregation von St. Maurice de Agaunum
  • Congregation of the Immaculate Conceptio
  • Chanoines réguliers de Marie Mère du Rédempteur
  • Chanoines réguliers de Saint-Victor

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