In diesem Jahr sind es genau 35 Jahre, dass die blau-weiße Farbgebung des Kirchturms des Stiftes Dürnstein wiederhergestellt wurde. Zu diesem Anlass wird den Sommer über ein Fotowettbewerb ausgeschrieben. Gesucht werden persönliche Erinnerungsfotos aus der Zeit der Renovierung in den 1980er Jahren.

Der blau-weiße Kirchturm

Mit seiner markanten Farbgebung ist der blau-weiße Kirchturm des Stiftes Dürnstein DAS Wahrzeichen der Wachau. Nach der Barockisierung im Jahr 1733 erstrahlte der Turm erstmals in den Farben des Himmels (blau und weiß) und trug damit wesentlich zum theologischen Bauprogramm des damaligen Propstes Hieronymus Übelbacher bei. Dies belegen die zahlreichen Rechnungen für smalte-blaue Farbstoffe, welche sich heute im Archiv des Stiftes Herzogenburg befinden. Über die Jahre und diverse Restaurierungen hinweg, geriet diese Farbgebung in Vergessenheit. Vor der umfangreichen Restaurierung in den 1980er-Jahren wurde der Kirchturm von Experten untersucht und dabei Reste von Bleiweiß, blaue Kobaltsmalte und Leinöl festgestellt. Nach langen Diskussionen entschlossen sich die damaligen Verantwortlichen dem Turm seine ursprüngliche Farbe wiederzugeben.

Erinnerungen an das Jahr 1986

1984 wurde das Projekt Renovierung Stift Dürnstein in Angriff genommen. Neben dem Kirchturm und der Außenfassade wurden auch bedeutende Innenbereiche, wie der barocke Kreuzgang und der Festsaal saniert. Im Jahre 1986 wurden die Arbeiten am Turmb abgeschlossen. Gesamt wurden rund 50 Millionen Schilling (rund 3,6 Millionen Euro) dafür von Stift Herzogenburg, Land Niederösterreich, Diözese St. Pölten, Wissenschaftsministerium, Stadt Dürnstein, Medien und vielen privaten Spendern aufgebracht. Zur Zeit der Restaurierung war die Farbgebung stark umstritten. Viele Menschen brachten ihren Unmut zum Ausdruck, was zahlreiche Berichte in den verschiedensten Medien zur Folge hatte. Daran erinnert sich besonders gut auch Prälat Maximilian Fürnsinn, ehemaliger Propst des Stiftes Herzogenburg und so auch damaliger „Hausherr“ des Stiftes Dürnstein: „Die Wogen gingen hoch. Es hat viel Kritik für die Entscheidung gegeben, dass der Turm in den Farben erstrahlen soll, wie sie der damalige Propst Hieronymus Übelbacher geplant hatte. Heute gäbe es wohl eine Aufregung, wenn man den Turm wieder umfärben würde.“

Exklusive Führung zu gewinnen

Zum Jubiläum sucht das Stift Herzogenburg als Eigentümer des Stiftes Dürnstein nun persönliche Erinnerungsfotos mit dem Kirchturm darauf aus der Zeit der Renovierung, also Mitte der 80er-Jahre.

Zu gewinnen gibt es eine exklusive Führung mit Prälat Maximilian Fürnsinn durch die Ausstellung „Entdeckung des Wertvollen“ im Stift Dürnstein am Montag, 30. August 2021 um 16 Uhr. Beim anschließenden Glas Wein auf der Donauterrasse besteht die Möglichkeit gemeinsame Erinnerungen auszutauschen. Scannen Sie Ihr Foto ein oder fotografieren Sie es mit der Digitalkamera und senden es bis 20. August 2021 an tourismus@stift-duernstein.at . Prälat Maximilian Fürnsinn wird aus allen Einsendungen fünf Siegerfotos auswählen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt und können mit einer Begleitperson an der Führung zum oben genannten Termin teilnehmen.